Illustration einer Luft-Wasser-Wärmepumpe auf einer Betonplatte neben einem Backsteinhaus aus den 1970er Jahren mit Vorgarten

Kosten Wärmepumpe Altbau: Diese Posten bestimmen Ihr Budget

September 18, 2026
Illustration einer Luft-Wasser-Wärmepumpe auf einer Betonplatte neben einem Backsteinhaus aus den 1970er Jahren mit Vorgarten
Kosten im Altbau

Kosten Wärmepumpe Altbau: Diese Posten bestimmen Ihr Budget

SANWE-WEIHER25.000 bis 45.000 Euro vor Förderung: Diese fünf Posten entscheiden, was die Wärmepumpe in Ihrem Altbau wirklich kostet.
Bild mit KI erzeugt
Zwischen 25.000 und 45.000 Euro kostet eine Wärmepumpe im Altbau vor Förderung, je nach Baujahr, Dämmzustand und Zustand von Heizkörpern und Elektrik. Nach Abzug des BAFA-Zuschusses bleibt ein Eigenanteil von meist 12.000 bis 25.000 Euro. Die größten Kostentreiber sind Gerätegröße, Heizkörpertausch und Elektroanschluss.

01Diese fünf Posten bestimmen Ihr Altbau-Budget

25.000 bis 45.000 Euro muss ein Hausbesitzer für eine Wärmepumpe im Altbau einplanen, bevor die Förderung abgezogen wird. Diese Spanne finden Sie in fast jedem Ratgeber. Sie hilft nur nicht weiter, weil sie nicht verrät, welcher Posten in Ihrem Haus tatsächlich anfällt und welchen Sie getrost streichen können.

Die Gesamtsumme setzt sich aus fünf Blöcken zusammen: dem Gerät samt Installation, der Anpassung der Heizflächen, dem Elektroanschluss mit Schallschutz, der Hydraulik und dem Fundament für das Außengerät. Bei einem teilsanierten Haus von 1985 mit großen Plattenheizkörpern landet die Rechnung bei rund 27.000 Euro. Beim ungedämmten Ziegelbau von 1962 mit alter Einrohrheizung wird aus demselben Vorhaben ein 42.000-Euro-Projekt.

Das Gerät allein ist es nicht. In unseren Kalkulationen zwischen Prenzlau, Schwedt und Neubrandenburg macht die reine Wärmepumpe mit Montage selten mehr als zwei Drittel der Summe aus. Der Rest steckt im Bestand. Genau diese Posten gehen wir jetzt einzeln durch, mit Preisen aus realen Angeboten aus Nordbrandenburg und Vorpommern, und am Ende steht eine durchgerechnete Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus von 1975 in Prenzlau.

BudgetbausteinWas ist enthaltenPreisspanne
Wärmepumpe und InstallationGerät, Montage, Inbetriebnahme15.000 bis 25.000 €
HeizflächenanpassungHeizkörpertausch oder Konvektoren2.000 bis 8.000 €
Elektro und SchallschutzAnschluss, Zähler, Entkopplung1.500 bis 5.000 €
Hydraulik und LeitungenAbgleich, Pumpe, Pufferspeicher1.000 bis 4.000 €
Fundament und AufstellungBetonplatte, Mauerdurchbruch800 bis 2.500 €

Preisspannen aus Angeboten der SANWE-Weiher KG im Einzugsgebiet Prenzlau bis Neubrandenburg, Stand 2026.

02Warum das Baujahr über Gerätegröße und Preis entscheidet

Der größte Hebel im Budget ist nicht die Marke der Wärmepumpe, sondern die Heizlast Ihres Hauses, und die hängt direkt am Baujahr und am Dämmzustand. Sie bestimmt, wie groß das Gerät sein muss, und die Gerätegröße bestimmt den Preis. Zwischen einem 7-Kilowatt-Gerät und einem 14-Kilowatt-Gerät liegen beim Anschaffungspreis 3.000 bis 6.000 Euro, dazu kommt bei großen Anlagen eine aufwendigere Installation mit dickeren Leitungen und eigenem Stromkreis.

Die Kennwerte aus Verbrauchsdatenbanken zeigen, wie stark das Baujahr schlägt:

  • Vor 1918, unsaniert: 180 bis 220 Kilowattstunden Wärmebedarf pro Quadratmeter und Jahr, bei 130 Quadratmetern rund 14 bis 16 Kilowatt Heizlast.
  • 1949 bis 1968: 130 bis 180 Kilowattstunden, etwa 11 bis 14 Kilowatt.
  • 1969 bis 1983: 100 bis 140 Kilowattstunden, etwa 8 bis 11 Kilowatt.
  • 1984 bis 1994 oder teilsaniert: 70 bis 100 Kilowattstunden, etwa 5 bis 8 Kilowatt.

Verbrauchskennwerte für Bestandsgebäude nach Baujahr stellt co2online frei zur Verfügung. Für ein belastbares Angebot reicht die Schätzung über das Baujahr allein aber nicht. Verbindlich wird es erst mit einer raumweisen Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, die 300 bis 600 Euro kostet und neben der Gerätegröße auch festlegt, welche Heizkörper zu klein sind. Welche Geräteklasse zu Ihrem Bestand passt, erklärt unser Ratgeber zur Auswahl der besten Wärmepumpe für den Altbau.

Häufiger Fehler

Die Wärmepumpe wird nach der Leistung des alten Kessels ausgelegt, weil der bisher ja ausgereicht hat.

FolgeEin 14-Kilowatt-Gerät in einem Haus mit 9 Kilowatt Heizlast taktet in der Übergangszeit, verbraucht 10 bis 20 Prozent mehr Strom und verschleißt früher. Über 15 Jahre summiert sich das leicht auf 4.000 Euro und mehr.

BesserVor dem Angebot eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 erstellen lassen. Die 300 bis 600 Euro sind die günstigste Versicherung gegen ein überdimensioniertes Gerät.

03Was kostet die Anpassung der Heizflächen?

Ob Ihre alten Heizkörper zur Wärmepumpe passen, entscheidet allein die Vorlauftemperatur. Wird das Haus mit 55 Grad oder weniger warm, arbeitet eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe auch mit vorhandenen Heizkörpern wirtschaftlich. Müssen im Kernwinter dauerhaft 65 Grad gefahren werden, sackt die Jahresarbeitszahl unter 2,5, und die Stromrechnung frisst die Ersparnis gegenüber Gas komplett auf.

Der Tausch eines Heizkörpers gegen ein Niedertemperatur-Modell vom Typ 33 kostet inklusive Montage 300 bis 600 Euro, bei neun Heizkörpern also 2.700 bis 5.400 Euro. Für Räume mit hohem Wärmebedarf, etwa das Wohnzimmer unter dem ungedämmten Dach, ist ein Gebläsekonvektor eine Alternative. Er liegt bei 800 bis 1.500 Euro pro Stück und liefert auch bei 35 oder 40 Grad Vorlauf genug Leistung. Eine Fußbodenheizung nachträglich einzufräsen kostet 60 bis 100 Euro pro Quadratmeter und rechnet sich im Altbau meist nur für einzelne Etagen. Bevor Sie tauschen, rechnen Sie nach: Manche Räume kommen mit dem vorhandenen Heizkörper aus, wenn ein anderes Zimmer das größere Modell bekommt, denn die Vorlauftemperatur gilt für das ganze System.

Der Zusammenhang ist mathematisch einfach: Jedes Grad weniger Vorlauftemperatur verbessert die Jahresarbeitszahl um rund 2,5 Prozent. Wer die Anlage von 55 auf 45 Grad bringt, senkt den Stromverbrauch um etwa ein Viertel, bei 5.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch sind das über 1.200 Kilowattstunden. Wie Sie vorhandene Heizkörper dafür fit machen, zeigt der Beitrag zur Wärmepumpe im Altbau ohne Fußbodenheizung.

Was kostet die Wärmepumpe in Ihrem Altbau?

Im kurzen Beratungsgespräch schätzen wir Heizlast, Heizkörper und Förderquote für Ihr Gebäude ein. Kostenlos und ohne Verpflichtung.

Altbau-Beratung starten

04Elektroanschluss und Schallschutz: die vergessenen Kostentreiber

Zwei Posten tauchen in kaum einem Kostenratgeber auf, stehen aber in fast jedem Altbau-Angebot aus unserer Region: der Elektroanschluss und der Schallschutz. Eine Wärmepumpe mit 10 Kilowatt Wärmeleistung zieht am Kompressor bis zu 4 Kilowatt, der Heizstab für Extremtage legt noch einmal bis zu 9 Kilowatt nach. Eine Hauselektrik aus den 1970er Jahren, ausgelegt auf Herd, Licht, Boiler und ein paar Steckdosen, hält das nicht aus.

Die Verstärkung des Netzanschlusses kostet je nach Netzbetreiber 1.000 bis 3.500 Euro, ein neuer Zählerschrank nach aktueller Norm 1.500 bis 2.500 Euro, der reine Zählerwechsel 100 bis 300 Euro. Angemeldet werden muss die Anlage beim Netzbetreiber ohnehin. Wer sich für einen steuerbaren Tarif nach § 14a EnWG entscheidet, bekommt dafür reduzierte Netzentgelte, was je nach Netzgebiet 110 bis 190 Euro im Jahr spart.

Beim Schallschutz reicht in vielen Fällen eine Gummiwanne mit Vibrationsdämpfern für 200 bis 500 Euro. Steht das Außengerät näher als drei Meter an der Schlafzimmerwand des Nachbarn, kann eine Schallschutzwand nötig werden, die mit 800 bis 2.000 Euro zu Buche schlägt. Rechtlich gelten die Immissionsrichtwerte der TA Lärm, nachts sind an der Grundstücksgrenze je nach Gebiet 35 bis 45 Dezibel erlaubt. Moderne Geräte bleiben in drei Metern Abstand unter 40 Dezibel, aber eben nur bei entkoppelter Aufstellung.

05Hydraulik und Fundament zahlen Sie beim Altbau fast immer mit

Die alte Heizungsanlage im Keller ist selten ohne Umbau mit der neuen Wärmepumpe zu verbinden. Der hydraulische Abgleich, bei dem Volumenströme und Ventile auf die niedrigeren Temperaturen eingestellt werden, kostet 600 bis 1.200 Euro. Eine Hocheffizienzpumpe schlägt mit 400 bis 800 Euro zu Buche, ein Pufferspeicher mit 800 bis 1.500 Euro, und lange Leitungswege zwischen Außengerät und Keller brauchen eine gedämmte Rohrführung, die mit 40 bis 70 Euro pro Meter berechnet wird. Bei vollständig geöffneten Heizkreisen und genügend Wasservolumen im System kann der Pufferspeicher entfallen, was diese Summe spart, das prüft die Planung im Einzelfall.

Kritisch wird es bei einer Einrohrheizung, die in manchen Siedlungshäusern der 1960er und 1970er Jahre verbaut ist. Hier muss der Kreislauf umgebaut werden, was je nach Umfang 2.000 bis 5.000 Euro kostet. Das ist einer der wenigen Punkte, bei denen wir vom sofortigen Umstieg abraten, wenn das Budget nicht für beides reicht.

Das Außengerät braucht eine stabile, schallentkoppelte Aufstellung. Eine einfache Betonplatte kostet 400 bis 900 Euro, der Mauerdurchbruch für die Leitungen 150 bis 400 Euro. Dazu kommt ein frostfreier Kondensatablauf, denn ohne ihn steht das Gerät im Winter buchstäblich im eigenen Eis.

06Gibt es in der Uckermark andere Preise?

Ja, und zwar spürbar. Der Stundensatz eines Heizungsbetriebs liegt in der Uckermark und in Vorpommern bei 55 bis 75 Euro, in Berlin und im Speckgürtel eher bei 75 bis 95 Euro. Eine komplette Montage mit Elektro- und Bauarbeiten umfasst 60 bis 80 Arbeitsstunden, der Unterschied beim Endpreis liegt damit bei 1.500 bis 2.500 Euro. Die Materialpreise für Geräte und Heizkörper sind dagegen bundesweit nahezu gleich, der regionale Vorteil entsteht fast ausschließlich über die Arbeitszeit.

Dem günstigeren Stundensatz steht ein Nachteil gegenüber. In Nordbrandenburg gibt es nur eine Handvoll Fachbetriebe mit Wärmepumpen-Erfahrung, und die Anfahrt aus der nächsten Stadt frisst Arbeitszeit. Projekte in Pasewalk oder Templin planen wir deshalb mit Vorlauf, zwischen Auftrag und Montage liegen aktuell sechs bis zwölf Wochen, bei Geräten mit natürlichem Kältemittel gelegentlich mehr.

Wie wir Anlagen in der Region planen und betreuen, steht auf unserer Seite zu Wärmepumpen in Prenzlau. Eine erste Schätzung für Ihr Gebäude liefert der Kostenrechner auf der Startseite der SANWE-Weiher KG, ein belastbares Angebot gibt es nach dem Ortstermin vor Ort.

07Welche Posten das BAFA bezuschusst

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude bezuschusst den Heizungstausch mit 30 Prozent Grundförderung. Dazu kommen 5 Prozent Effizienzbonus für Geräte mit natürlichem Kältemittel, 20 Prozent Geschwindigkeitsbonus beim frühen Austausch einer noch funktionierenden Öl- oder Gasheizung und 30 Prozent Einkommensbonus bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 40.000 Euro im Jahr. Gedeckelt wird die Summe auf 70 Prozent, förderfähig sind höchstens 30.000 Euro Kosten pro Wohneinheit.

Förderfähig sind dabei nicht alle Posten aus dieser Übersicht:

  • Förderfähig: Gerät, Installation, Heizkörpertausch, hydraulischer Abgleich und Elektroarbeiten direkt an der Anlage.
  • Nicht förderfähig: alles ohne Heizungsbezug, etwa der neue Gartenweg zum Außengerät oder Schönheitsreparaturen im Keller.

Die aktuellen Bedingungen und Bonussätze veröffentlicht das BAFA auf seinen Förderseiten. Die Bonusregelungen werden stufenweise angepasst, der Stand zum Antragszeitpunkt zählt. Wie sich Zuschuss und Eigenanteil am Ende verteilen, haben wir im Artikel zu Kosten und Förderung der Wärmepumpe 2026 durchgerechnet.

Praxis-Tipp

Stellen Sie den Förderantrag, bevor Sie den Auftrag unterschreiben, oder hängen Sie den Vertrag an die Bedingung der Förderzusage. Wer vorher beauftragt, verliert den kompletten Zuschuss.

08Beispielrechnung: Einfamilienhaus von 1975 in Prenzlau

Ein reales Projekt macht die Posten greifbar. Einfamilienhaus in Prenzlau, Baujahr 1975, 130 Quadratmeter Wohnfläche, Gasheizung von 1998, oberste Geschossdecke gedämmt, Kellerdecke offen. Die raumweise Heizlastberechnung ergab 9,5 Kilowatt. Neun der elf Heizkörper mussten getauscht werden, und der Elektroanschluss aus den 1970er Jahren bekam eine Verstärkung.

Die Gesamtsumme vor Förderung lag bei 37.000 Euro. Förderfähig waren davon 30.000 Euro, bei einer Quote von 50 Prozent aus Grundförderung, Effizienz- und Geschwindigkeitsbonus flossen 15.000 Euro Zuschuss.

Der Eigenanteil beträgt damit 22.000 Euro.

Bei den laufenden Kosten rechnet das Haus mit einem Wärmebedarf von rund 18.000 Kilowattstunden im Jahr. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,4 braucht die Wärmepumpe dafür etwa 5.300 Kilowattstunden Strom, das ergibt bei 28 Cent pro Kilowattstunde rund 1.500 Euro Heizkosten. Die alte Gasheizung lag zuletzt bei über 2.300 Euro im Jahr. Die Preisentwicklung bei Strom und Gas dokumentiert das Statistische Bundesamt.

Ehrlichkeit gehört an dieser Stelle dazu: Wäre das Haus komplett ungedämmt und blieben alle alten Gussheizkörper hängen, läge die Jahresarbeitszahl unter 2,8, und die Ersparnis verpufft. In so einem Fall empfehlen wir, zuerst die Dämmung anzugehen und die Wärmepumpe im zweiten Schritt einzuplanen. Welche Systeme wir verbauen und wie ein Projekt abläuft, zeigt unsere Seite zu den Wärmepumpen der SANWE-Weiher KG.

Altbau 1975, 130 m² Wohnfläche, Prenzlau
Wärmepumpe und Installation21.500 €
Heizkörpertausch (9 Stück)6.300 €
Elektroanschluss und Schallschutz4.200 €
Hydraulik und Pufferspeicher3.400 €
Fundament und Aufstellung1.600 €
Summe vor Förderung37.000 €
Eigenanteil nach BAFA-Zuschuss (50 % auf 30.000 € förderfähige Kosten)22.000 €

Annahme: Förderfähige Kosten gedeckelt auf 30.000 € pro Wohneinheit, Förderquote 50 % aus Grundförderung, Effizienz- und Geschwindigkeitsbonus, Stand 2026.

Ihr Altbau-Budget in einem Gespräch klären

Wir rechnen Ihr Gebäude durch: Heizlast, Heizkörper, Elektroanschluss und Förderquote. Sie bekommen eine Zahl, die stimmt, bevor Sie irgendetwas beauftragen.

Kostenlose Beratung startenUnverbindlich, kostenlos und mit Zahlen aus Ihrer Region.

09Häufige Fragen

Wie viel kostet eine Wärmepumpe im Altbau nach Abzug der Förderung?

Nach Abzug des BAFA-Zuschusses bleibt bei einem typischen Altbau-Projekt mit Gesamtkosten zwischen 25.000 und 45.000 Euro ein Eigenanteil von rund 12.000 bis 25.000 Euro. Die Spanne hängt von der Förderquote ab: 30 Prozent Grundförderung bekommt jeder Antragsteller, mit den Bonusregelungen sind bis zu 70 Prozent möglich, gedeckelt auf 30.000 Euro förderfähige Kosten pro Wohneinheit.

Muss ich im Altbau alle Heizkörper für die Wärmepumpe tauschen?

Nein. In der Praxis reicht häufig der Tausch der wenigen Heizkörper in Räumen mit dem höchsten Wärmebedarf, etwa Wohnzimmer und Bad. Entscheidend ist, mit welcher Vorlauftemperatur das Haus warm wird. Bleiben es unter 55 Grad, funktionieren auch vorhandene Heizkörper. Eine raumweise Heizlastberechnung zeigt verbindlich, welche Heizkörper zu klein sind und getauscht werden müssen.

Reicht mein Elektroanschluss für eine Wärmepumpe im Altbau?

Das hängt vom Baujahr der Elektrik ab. Anschlüsse aus den 1970er Jahren sind oft nur für Herd, Licht und kleine Verbraucher ausgelegt und halten Kompressor und Heizstab nicht aus. Eine Verstärkung durch den Netzbetreiber kostet 1.000 bis 3.500 Euro, ein neuer Zählerschrank 1.500 bis 2.500 Euro. Der Heizungsbauer oder Elektriker prüft das beim ersten Ortstermin.

Lohnt sich eine Wärmepumpe im unsanierten Altbau überhaupt?

Nur mit Einschränkungen. Ohne Dämmung und mit alten Gussheizkörpern braucht die Anlage eine hohe Vorlauftemperatur, die Jahresarbeitszahl fällt unter 2,5, und die Stromkosten fressen die Ersparnis gegenüber Gas. Wirtschaftlich wird es, wenn Dach oder Fassade gedämmt sind und die kritischen Heizkörper getauscht werden. Sonst ist die Reihenfolge erst Dämmung, dann Heizungstausch die bessere Entscheidung.

Hans-Jürgen Weiher

Hans-Jürgen Weiher

Hans-Jürgen Weiher, Geschäftsführer SANWE-Weiher KG

LinkedIn logo icon
Back to Blog